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Weiterbildung
"Am Ursprung heilen"

die prä- und perinatale Psychologieund Körpertherapie in Theorie und Praxis“

Die Erlebnisse aus der Zeit von der Zeugung/Empfängnis bis nach der Geburt prägen uns ein Leben lang. Sie werden in ihrer Bedeutung häufig immer noch verkannt. Ziel dieser Weiterbildung ist, diese zu verstehen und das Wissen darum sowohl in Selbst­erfahrungsprozessen als auch im therapeutischen Kontext einzusetzen.

Deshalb wenden wir uns mit diesem Angebot an Menschen, die ihren eigenen Selbst­erfahrungs- und Heilungsprozess vertiefen und solche, die es beruflich nutzen wollen wie Psycho- oder Körpertherapeuten, Ärzte, Hebammen oder Heilpraktiker, aber auch pädagogisch tätige Menschen.

Allgemeines zum Thema:

Unsere tiefsten Erlebnisse machen wir bereits in unseren ersten Lebensjahren, von der Zeugung bis zum Spracherwerb. Diese Erlebnisse prägen jeden Menschen wesentlich.

Die bewusste Erinnerung beginnt i.d.R. aber erst im dritten Lebensjahr mit dem Einsetzen der Sprache. Die Neurobiologie erklärt, dass diese Prozesse von der linken Hemisphäre unseres Gehirns, dem Sitz unseres logischen Denkens, gesteuert werden. Diese Hemi­sphäre bleibt während des Rests unseres Lebens dominant. Am Lebensanfang – in der Schwangerschaft und den ersten beiden Lebensjahren jedoch ist die rechte Hemisphäre dominant. Hier werden unsere Gefühle und unsere ersten Bindungserfahrungen als Körper­erinnerungen und -erfahrungen gespeichert und geprägt. Das Fundament unserer Gefühle von Vertrauen und Sicherheit wird gelegt. Frühe Erfahrungen bilden auch die Matrix für unsere körperliche und seelische Gesundheit, für Beziehung. Liebe und Sexualität.

Hier wird sozusagen die „Grundmelodie“ unseres Lebens komponiert, welche sich dann besonders bei wesentlichen Veränderungen und Lebensübergängen bemerkbar macht. Oft ist das gut und oft machen Teilaspekte davon ein ganzes Leben lang zu schaffen. Ohne dass es ihm bewusst ist, wiederholt ein Mensch das einmal angelegte Muster und wundert sich über sein Unglücklichsein.

Ängste, Sinnkrisen, Depressionen, Leeregefühle, Beziehungsprobleme, Probleme bei Lebensübergängen usw. werden häufig nicht richtig zugeordnet, weil wir uns an diese frühe Zeit nicht bewusst erinnern können. Noch treffen viele Suchende leider nicht auf Menschen, die ihre Situation richtig zuordnen und begleiten können. So bleiben sie wieder allein mit ihrem Erleben.

Die Weiterbildung ermöglicht einen Zugang zu diesen frühesten Lebenserfahrungen. Sie lernen „Grundmelodien“ zu erkennen und zu ihren Ursprüngen zurück zu verfolgen. Was macht aus Erfahrungen traumatische Erfahrungen? Wie können auch vorsprachliche Erfahrungen über das Körpergedächtnis wieder abrufbar gemacht und damit der Heilung zugänglich gemacht werden. Wie geschieht Traumaheilung, was braucht es dafür und was bedeutet die Integration der frühesten Erfahrungen für das weitere Leben?

Nach unserer Erfahrung liegt in der Ur-Wunde unser ganzen Potential verborgen. Diesen Schatz hinter dem Trauma zu bergen, darin sehen wir auch unsere Aufgabe als Begleiter.

Ein hoher Selbsterfahrungsanteil in allen Kursblöcken lässt Sie die pränatale Dimension des Seelenlebens von innen her erfassen. Theorie und Praxis wechseln im natürlichen Rhythmus des Interesses. Wir arbeiten sowohl alle miteinander als auch in Kleingruppen oder zu zweit. Immer wieder werden die Rollen gewechselt, die Rolle der TherapeutIn und dann wieder diejenige der KlientIn eingenommen.  Der Transfer des Erlebten auf das Erkennen der Grundmelodien anderer Menschen wird so zu einer „zweiten Sprache“ – der Sprache der Körpererinnerungen und Grundmuster.

Die ganze Weiterbildung umfasst fünf Blöcke zu je fünfeinhalb Tagen (192 Stunden).   

Leitung: Joachim Detjen und Gabi Mooser

INFO: Die Weiterbildung bieten wir ab diesem Jahr 2023 in einer Online / Präsenz Version an.

In dieser werden dieselben Inhalte vermittelt und insgesamt wird diese auch den gleichen Zeitumfang haben.

In der Online / Präsenz Variante werden wir auf insgesamt vier Online Live Terminen die Theorie vermitteln und an zwei Wochenenden (Freitag bis Sonntag) ermöglichen, die Methoden kennenzulernen. Die Wochenenden werden wie auch in der bisherigen Weiterbildung einen hohen Anteil an Selbsterfahrung bieten.

Die einzelnen Online / Präsenz Module werden zeitversetzt zur Präsenz Weiterbildung angeboten. Modulweise hast du auch die Möglichkeit zu springen und so beide Varianten kennenzulernen. Wenn du mehr erfahren möchtest über die Online / Präsenz Variante schreib uns bitte an.

Die einzelnen Module 

Kurs I:
Einleitung in das Thema. Sich selbst und die eigene Geschichte erforschen.

Zur Geschichte der prä- und perinatalen Psychotherapie. Eine Einführung in das Verhalten und Erleben eines Babys während der Schwangerschaft und Geburt. Was wissen wir aus der Regressionsarbeit mit Erwachsenen? Was aus der direkten Beobachtung an Föten? Was ist das Wesen eines Traumas? Sein evolutionsbiologischer Stellenwert. Wie entsteht ein Trauma, wie kann es heilen? Das Wesen der Trauma- Heilung nach Peter Levine (SE – Somatic Experiencing) und Laurence Heller (NARM – Neuro-Affectives Beziehungs-Modell). Diese Arbeitsweise wird in jedem Level aufs Neue vertieft. Die Arbeit erleben: Wie wir in einer Selbsterfahrungsgruppe (“Heilung beginnt amAnfang- Reise in die eigene Schwangerschaft, Geburt und frühe Kindheit”) begleiten. Durch die Selbsterfahrung, lernen Sie die eigenen frühesten Erlebnisweisen sowie ihre Heilung kennen. Anschließend Nachbesprechung dieser Arbeiten, damit wir verstehen, inwas für Zustände/Tiefen wir unsere Klienten begleiten. Integration und Fragen aus der eigenen Praxis: welche Konsequenzen haben dieseneuen Erfahrungen für meine Arbeit jetzt? Wie kann ich das Erlernte in meinem Alltag umsetzen?

Kurs II :
Die Geburt. Bindung und wie sie sich in der Entwicklung des Kindes auswirkt. 

Die vier Phasen der Geburt. Welche Auswirkungen hat die Art wie wir geboren werden auf unser Leben. Wie werden medizinische Interventionen vom Kind erlebt? Welche Auswirkungen haben sie auf das spätere Leben? Wie lässt sich eine heilsame Geburtserfahrung mit Erwachsenen (bzw. auch Kindern und Babys) im therapeutischen Setting gestalten? Die entfremdete frühe Eltern-Kind-Beziehung in unserer Kultur im Vergleich zu ursprünglichen Kulturen und die Auswirkungen dessen auf den Einzelnen und die Gesellschaft. Was bedeutet „Bindung“? Wie lässt sie sich unterstützen bzw. nachträglich aufbauen? Wie lässt sich fehlende Bindung heilen? Bindungstheorie und die Bedeutung von Bindung für unsere Arbeit.

Kurs III: 
Früheste Erfahrungen aus der Schwangerschaft. 

Wie werden Zeugung, Einnistung, früher Zwillingsverlust, Abtreibungsversuche bzw. Abtreibungsüberlegungen der Eltern, usw. erlebt? Und wie wirken sie sich auf Leben und Beziehungen aus? Welchen Einfluss haben systemische Zusammenhänge auf das Kind im Mutterleib? Wie werden pränataldiagnotische Verfahren erlebt? Welche Konsequenzen haben sie? Wie können heilsame Neuerfahrungen dieser frühesten Zeit gestaltet werden? Wie können wir mit unserer Arbeit früheste Erlebnisse sogar aus der Zeit im Mutterleib wieder abrufbar und damit der Transformation und Integration zugänglich machen? Wie können letztere gestaltet werden?

Kurs IV: 
Unser Übergang aus der geistigen Welt in die Zeugung

Wir freuen uns sehr mit Euch gemeinsam einen heilen Raum für unsere Erfahrungen „ vor und um“ die Befruchtung zu schaffen und mehr Selbstverständnis und heilsame Integration für diesen Übergang zu bekommen. Wir beziehen unsere geistige, universelle Existenz als Bewusstsein und Seele mit ein und beginnen unsere Biographie als spirituelles und verkörpertes Wesen gleichermaßen und gleichwertig zu verstehen. Das hilft uns, die nicht- materielle Erfahrungseben unserer Klienten zu spiegeln, zu containen und begleiten zu können

Kurs V:
Mit Gruppen arbeiten. Auswirkungen und Einflüsse der frühen Prägungen in sozialen Bezügen. 

Selbst einen Selbsterfahrungskurs „Reise in die eigene Geburt, Schwangerschaft und frühe Kindheit leiten“ Worauf ist zu achten? Was darf ich nicht vergessen? Wo liegen meine persönlichen Stärken und Schwächen im Begleiten? Welche Rolle spielen präverbale Erfahrungen mit Blick auf gruppendynamische Prozesse? Wie lässt sich systemisches Arbeiten für die pränataltherapeutische Arbeit nutzen? Was ist meine Rolle als Begleitende/r? Wie führe ich vorbereitende Gespräche? Welche innere Haltung trägt die Arbeit und ermöglicht heilsame Bewegungen im Klienten? Wie entwickle oder verfeinere ich selbst diese Haltung? Reflexion und Integration der gesamten Weiterbildungszeit.

Du hast noch Fragen? 
Wir beantworten sie dir sehr gerne!

hier entlang 

Termine der Weiterbildung

Weiterbildung "Am Ursprung heilen" die prä- und perinatale Psychologie
und Körpertherapie in Theorie und Praxis“


Modul eins: 10.04. - 15.04.23 Start

Modul zwei: 02.07 - 10.07.23
Geburt & Bindung und wie sie sich auf die Entwicklung des Kindes auswirken 


Modul drei: 29.01. - 03.02.24
Früheste Erfahrungen aus der Schwangerschaft 

Modul vier: 03.06 - 08.06.24
Unser Übergang aus der geistigen Welt in die Zeugung 

Modul fünf: 04.11 - 09.11.24
Mit Gruppen arbeiten, Auswirkungen & Einflüsse der frühen Prägungen in sozialen Bezügen 

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